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Lora mit blauem Auge

■ Alternativradio schließt Vergleich

Radio Lora, der Münchner Alternativsender, ist noch einmal davongekommen. Nachdem dem Radio vor drei Wochen eine 160.000-Mark-Zahlung an den ehemaligen Wellenkollegen „89 Hit FM“ drohte (die taz berichtete), hat man sich nun auf einen Vergleich von DM 25.000 geeinigt. Der Hintergrund: eine Verpflichtungserklärung, die Lora-Geschäftsführer Eberhard Efinger – schlecht beraten und ohne Not – dem Dudelfunk gegenüber unterschrieben hatte. Darin hatte er versprochen, „bei Meidung einer Vertragsstrafe von DM 10.000,- für jeden Fall der Zuwiderhandlung“ am Ende jedes Sendetages ein vollständiges Impressum zu senden. Sechzehnmal hat Lora das versäumt. Der interne Konflikt bei Lora schwelt inzwischen weiter. Um Pfingsten hatten mehrere „Streiksendungen“ und daraufhin ausgesprochene Mikro- und Hausverbote für sechs RedakteurInnen zu bösem Blut geführt. Mehrere mühselige Mitgliederversammlungen konnten den Streit zwischen „Fundis“ und der „Feudalherrenfraktion“ der Geschäftsführer nicht klären. Inzwischen arbeiten ein „AK Struktur“ der einen und ein „AK Reform“ der anderen Seite parallel an einem neuen Organisationskonzept. Und dann hofft man auf den geplanten Vermittlungsausschuß. Thomas Pampuch

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