piwik no script img

Lokalkoloratur

■ Lutz Mohaupt

LOKALKOLORATUR

Mit göttlichem Beistand will die Hamburger CDU die Neuwahl zur Bürgerschaft gewinnen. Gebeutelt vom Urteil des Verfassungsgerichts demonstrierte Parteichef Dirk Fischer gestern vor der Presse die „praktizierte Offenheit der CDU“. Auf einem „einstelligen“ Listenplatz der Christdemokraten — will heißen, irgendwo zwischen Platz zwei und neun — soll der parteilose Hauptpastor an St. Jacobi, Dr. Lutz Mohaupt, für die CDU in die nächste Bürgerschaft einziehen. Er wird nicht der einzige bleiben. Fischer hat noch mehr Kröten für seine Parteifreunde parat. Etwa drei bis fünf parteilose Kandidaten auf sicheren Plätzen wären für seine Partei „zumutbar“. Mohaupt ist zumindest schon Feuer und Flamme. Sein Engagement werde sich „in dem Dreieck Soziales, Wissenschaft und Kultur“ bewegen. Er erhofft sich von seiner Bewerbung eine „Signalwirkung“ gegen die Politikverdrossenheit. Vielleicht ist sie aber auch ein Signal gegen ein Vollzeitparlament. nm

50.000 Menschen beteiligen sich bei taz zahl ich – weil unabhängiger, kritischer Journalismus in diesen Zeiten gebraucht wird. Weil es die taz braucht. Dafür möchten wir uns herzlich bedanken! Ihre Solidarität sorgt dafür, dass taz.de für alle frei zugänglich bleibt. Denn wir verstehen Journalismus nicht nur als Ware, sondern als öffentliches Gut. Zahlen muss niemand, aber guter Journalismus hat seinen Preis. Und immer mehr Leser*innen machen mit und entscheiden sich für eine freiwillige Unterstützung der taz! Dieser Schub trägt uns gemeinsam in die Zukunft. Denn wir suchen wir auch weiterhin Ihre Unterstützung. Setzen auch Sie jetzt ein Zeichen für kritischen Journalismus und unterstützen Sie die taz – schon ab 5 Euro. Jetzt unterstützen