: Lokalkoloratur
Ein Mann kommt ins Museum. Sein Name: Udo Lindenberg. Seine Profession: Rockmusiker. Seine auffälligste Eigenschaft: Er kann nicht singen. Lindis Heimatstadt Gronau im Münsterland will ein Rockmuseum errichten, und in dessen Zentrum soll natürlich der berühmteste Gronauer aller Zeiten stehen, von dem viele meinen, er sei Hamburger, nur weil er seit rund 30 Jahren in der Hansestadt sein Wesen treibt. Der 53jährige mit dem Hut und der näselnden Stimme hat seiner Geburtsstadt bereits „volle Kante Unterstützung“ bei der Vermarktung und der Beschaffung von Exponaten zugesichert. Das Museum soll in einer alten Fabrik im ehemaligen Gewerbegebiet entstehen, das „fast so groß ist wie der Petersplatz in Rom“. Also exakt der angemessene Rahmen für Panik-Udo. smv
Die taz gehört zu 100 Prozent ihren Leser:innen und ist damit nicht nur konzernfrei, sondern auch kostenfrei zugänglich. Alle Artikel stellen wir frei zur Verfügung, ohne Paywall. Gerade in diesen Zeiten müssen Einordnungen und Informationen allen zugänglich sein. Unsere Leser:innen müssen nichts bezahlen, wissen aber, dass kritischer, unabhängiger Journalismus nicht aus dem Nichts entsteht. Dafür sind wir sehr dankbar. Damit wir auch morgen noch unseren Journalismus machen können, brauchen wir mehr Unterstützung für taz zahl ich. Dank Ihnen haben wir nun die 50.000 erreicht. So viele unterstützen freiwillig und regelmäßig. Noch nicht dabei? Werden Sie jetzt Teil der Community! Jetzt unterstützen