: Linux erobert eine spanische Provinz
Die südwestspanische Region Extremadura möchte Bill Gates die Stirn bieten. Der Universitätsprofessor Luis Millán Vázquez de Miguel macht mit Geldern der Regionalregierung Werbung für Linux. Sein Department hat unter dem Namen „LinEx“ eine CD-ROM verlegt. Darauf befinden sich neben dem Betriebssystem auch die wichtigsten Anwendungen, wie Büroprogramme, ein Browser, E-Mail-Client und Multimedia-Software. Das Projekt „LinEX“ kostete bisher 180.000 Euro. „Wenn Microsoft nicht großzügiger mit seinen Quellcodes umgeht und sie noch mehr öffnet, werden die Menschen irgendwann aufhören, diese Produkte zu nutzen, und Microsoft wird verschwinden“, ist sich Vázquez de Miguel sicher. Er hat mittlerweile bereits 10.000 PCs in der regionalen Verwaltung umgestellt. Im nächsten Jahr sollen weitere 100.000 Computer folgen. Außerdem sollen 150.000 LinEX-CDs kostenlos unters Volk gebracht werden – letzten Monat war sie einer der wichtigen spanischen Computerzeitschriften beigelegt. Unter www.linEX.org kann das komplette Paket heruntergeladen werden. Vázquez de Miguel hofft, dass die Initiative auch Computerindustrie in den armen Südwesten locken wird.
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