"Liebe taz...": Ökolabel für Rüstungsriesen
■ zu "Altsalzrecycling und Gülle-Heizen" v. 22.4.
Sie haben richtig festgestellt, daß in Bremen sehr viele Menschen ihre Kraft in den weitgefaßten Bereich der Umwelttechnologie einbringen. Mich erfüllt diese Entwicklung mit Freude, zeigt sie doch eine größere Verantwortungbereitschaft der BremerInnen gegenüber unserer Umwelt. Wer genau hinsieht, wird feststellen, daß es besonders kleine und mittelständische Unternehmen sind, die umweltverträgliche Produkte entwickeln, herstellen oder vertreiben. Einige dieser Firmen zeigten ihr Können auf der diesjährigen Hannover-Messe. Da erscheinen mir Ihre Recherchen geradezu fahrlässig, wenn Sie in Ihrem Artikel ausgerechnet Groß- und Rüstungsunternehmen wie Vulkan oder Atlas als Vordenker in Sachen Umwelt hervorheben. Es ist sehr wahrscheinlich, daß derartige Konzerne sich lediglich einen Ökolable anheften wollen, weil dies die öffentliche Meinung nun gerade mal verlangt. Firmen, die auf dem Gebiet der Umwelttechnologie bereits tätig waren als dies noch sehr viel unbequemer war, hätten Sie auf der Messe ebenfalls besuchen können. Es ist sehr wahrscheinlich, daß derartige Konzerne sich lediglich So undifferenzierte Artikel kann ich auch im Weser-Kurier lesen. Von der taz erwarte ich, daß sie etwas genauer hinschaut. Hans-Heinrich Albertsen
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