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Liebe Bettina Kähler,

Dein Brief hat mich an die Entstehungsgeschichte der taz erinnert. Als es während der Schleyer-Entführung der Bundesregierung gelang, den überwiegenden Teil der Medien in ihre Informationspolitik einzubinden, taten sich einige Leute zusammen und begannen mit den Vorbereitungen für eine wirklich unabhängige Zeitung. Das ist bald zwanzig Jahre her. Die taz steht noch immer für die Forderung nach freiem Zugang zu Informationen.

Wer ein Amt hat, muß sich gefallen lassen, daß man ihm sehr genau auf die Finger schaut. Wer in der Öffentlichkeit steht, wird sich daran gewöhnen müssen, daß sie sich nicht nur für seine Schokoladenseite interessiert.

Neuen Gesetzen stehe ich skeptisch gegenüber. Ich bin mir sicher, daß bei der derzeitigen Zusammensetzung des Bundestages das nur eine Verschlimmerung der Lage bringen würde.

Mit freundlichen Grüßen Arno Widmann

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