: Liebe Bettina Kähler,
Dein Brief hat mich an die Entstehungsgeschichte der taz erinnert. Als es während der Schleyer-Entführung der Bundesregierung gelang, den überwiegenden Teil der Medien in ihre Informationspolitik einzubinden, taten sich einige Leute zusammen und begannen mit den Vorbereitungen für eine wirklich unabhängige Zeitung. Das ist bald zwanzig Jahre her. Die taz steht noch immer für die Forderung nach freiem Zugang zu Informationen.
Wer ein Amt hat, muß sich gefallen lassen, daß man ihm sehr genau auf die Finger schaut. Wer in der Öffentlichkeit steht, wird sich daran gewöhnen müssen, daß sie sich nicht nur für seine Schokoladenseite interessiert.
Neuen Gesetzen stehe ich skeptisch gegenüber. Ich bin mir sicher, daß bei der derzeitigen Zusammensetzung des Bundestages das nur eine Verschlimmerung der Lage bringen würde.
Mit freundlichen Grüßen Arno Widmann
Der drohende Erfolg der AfD bei den kommenden Landtagswahlen zeigt, wie stark rechtsextreme Kräfte inzwischen geworden sind. Gerade jetzt braucht es Zusammenhalt und Solidarität. Auch und vor allem mit den Menschen, die sich vor Ort für eine starke Zivilgesellschaft einsetzen. Die taz kooperiert deshalb mit "Alles beginnt im Zentrum". Die Kampagne unterstützt bundesweit linke, selbstverwaltete Orte und baut einen solidarischen Fonds für deren Schutz und Erhalt auf. Eine offene Gesellschaft braucht guten, frei zugänglichen Journalismus – und zivilgesellschaftliches Engagement. Finden Sie auch? Dann machen Sie mit und unterstützen Sie unsere Aktion. Jetzt unterstützen