: Libanesische Armee stellt der PLO ein „letztes“ Ultimatum
Tyrus (afp) — Trotz mehrfacher Erklärungen der Palästinensischen Befreiungsorganisation (PLO), alle schweren und mittleren Waffen aus den Lagern bei Tyrus im Südlibanon abgegeben zu haben, setzte die libanesische Armee den Milizen am Samstag eine letzte Frist. Danach sollten die Waffen bis spätestens gestern abend an die Armee übergeben sein. „Wir sind sicher, daß sie noch Waffen haben“, sagte ein Soldat. Gleichzeitig wurde die Kontrolle der vor zwei Tagen umstellten Flüchtlingslager von Raschidije, Burdsch Schamali und Bass verschärft. Um das Lager von Bass mit seinen 5.000 Bewohnern zogen Soldaten Stacheldrahtzäune. Zur Verstärkung ließ die Armee am Samstag neue Truppen anrücken. Das PLO-Militärkommando in Libanon zeigte sich am Samstag „erstaunt über die Maßnahmen der Armee rund um die Lager“. In einer schriftlichen Erklärung forderte die PLO die libanesische Regierung auf, die Einschränkungen für die Lagerbevölkerung aufzuheben. Erneut behauptete die PLO, in den Lagern sowohl bei Tyrus als auch in Sidon befänden sich keine Waffen mehr.
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