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■ Ost-Raffinerie ist weniger wertLeuna drückt Gewinne von Elf Aquitaine

Paris (AFP/rtr) – Belastungen durch die ostdeutsche Raffinerie in Leuna haben beim französischen Ölkonzern Elf Aquitaine im vorigen Jahr zu einem starken Ergebnisrückgang geführt. Der Reingewinn sei 1997 um fast 20 Prozent auf 5,6 Milliarden Franc (1,68 Milliarden Mark) geschrumpft, teilte das Unternehmen gestern mit. Nach einer umfassenden Prüfung Anfang 1997 war der Wert der Leuna-Raffinerie von 16 Milliarden auf elf Milliarden Franc herabgesetzt worden. Die einmalige Korrektur werde die Abschreibungskosten ab 1998 um jährlich 300 Millionen Franc verringern. Elf hatte sich im Januar nach einem Streit mit der Treuhand-Nachfolgerin BvS geeinigt, daß diese Elf bei der Suche nach einem Partner beim Leuna-Bau unterstützen solle.

Die EU-Kommission ermittelt derzeit gegen Elf wegen möglicher überhöhter Subventionen beim Bau in Leuna. Die französische Justiz prüft den Verdacht, daß bei der Übernahme von Leuna durch Elf Schmiergelder nach Deutschland geflossen sind.

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