piwik no script img

LesungBerlins erste Gerichtsreporterin

Journalistin und Schriftstellerin: Gabriele Tergit im Jahr 1926 Foto: Jens Brüning, courtesy Schöffling & Co

„Ich roch, dass so ein gewaltiger Hass, wenn freigegeben, zu Mord führen musste.“ Das sagte Gabriele Tergit Jahrzehnte, nachdem sie als Gerichtsreporterin im März 1933 ins Visier der nationalsozialistischen Schlägertrupps geraten war. Als ihre Wohnung kurz darauf überfallen wurde, ging sie ins Exil, wo sie den Rest ihres Lebens verbrachte. Wiederentdeckt wurde Tergit, die als Elise Kaufmann geboren wurde, erst Ende der 1970er Jahre. Nun wurden ihre Romane „Käsebier erobert den Kurfürstendamm“ von 1931 sowie „Effingers“ neu veröffentlicht. Im Literatur-Salon zum Frauenmärz wird an Tergit, Berlins erste Gerichtsreporterin, erinnert.

Lesung und Gespräch: Schöneberg Museum, Hauptstr. 40/42, 12. 3., 19 Uhr, Eintritt frei

Nur noch 460 – dann sind wir 50.000

Als Genossenschaft gehören wir unseren Leser:innen. Und unser Journalismus ist nicht nur 100 % konzernfrei, sondern auch kostenfrei zugänglich. Alle Artikel stellen wir frei zur Verfügung, ohne Paywall. Gerade in diesen Zeiten müssen Einordnungen und Informationen allen zugänglich sein. Unsere Leser:innen müssen nichts bezahlen, wissen aber, dass kritischer, unabhängiger Journalismus nicht aus dem Nichts entsteht. Dafür sind wir sehr dankbar. Damit wir auch morgen noch unseren Journalismus machen können, brauchen wir mehr Unterstützung. Unser nächstes Ziel: 50.000 – wir brauchen nur noch 460 Freiwillge, dann haben wir es geschafft! Setzen Sie jetzt ein Zeichen für die taz und machen Sie mit. Mit nur 5,- Euro sind Sie dabei! Jetzt unterstützen