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Lesben in die Armee?

■ betr.: "Zölibat für schwule US-Soldaten", "Slalomkurs", Kommentar von Andrea Böhm, taz vom 21.7-93

betr.: „Zölibat für schwule US- Soldaten“, „Slalomkurs“, Kommentar von Andrea Böhm,

taz vom 21.9.93

Gleichstellungspolitik ist ein widersprüchliches, zuweilen gefährliches Unterfangen. So auch der Kampf amerikanischer Lesben um das Recht, in der Armee zu dienen.

Schwarzen, heterosexuell orientierten AmerikanerInnen wird der Dienst in der Armee ja nicht verwehrt. Im Gegenteil: Ihre Zahl unter den Kriegstoten ist überproportional groß, und die US-Regierung könnte sich so manches Abenteuer nicht leisten, wenn ausschließlich die Kinder weißer Amerikaner dabei ums Leben kämen. BürgerInnen zweiter Klasse sind die Schwarzen dennoch geblieben.

Angesichts dessen kann den amerikanischen Lesben folgende Frage nicht erspart werden: Meint Ihr denn ernsthaft, das Patriarchat würde Euch als gleichberechtigte Glieder in das Instrument seiner Herrschaft aufnehmen und Euch als Lesben gleichberechtigt an der Herrschaft der weißen, reichen Männer über die Welt teilnehmen lassen? Und wenn Ihr das ernsthaft meint: Warum, um alles in der Welt, wollt Ihr das? Jutta Oesterle-Schwerin,

Sprecherin des Lesbenring e.V.,

Bonn

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