Lektionen der Woche: Trump, Koks und Jagdwurst

Hurrikans werden Griechen, Trump will Chaos und Polizisten versinken im Drogen-Sumpf. 5 Dinge, die wir diese Woche gelernt haben.

Auf einem Spiegel liegt Kokain

Daran haben auch einige Polizisten Spaß: Kokain Foto: dpa

1. Hurrikans werden griechisch

In diesem Jahr sind bereits so viele Hurrikans über den Atlantik gezogen, dass Meteorologen jetzt auf eine Notfall-Namensliste zurückgreifen müssen. Normalerweise werden die ersten 21 Hurrikans der Saison mit Namen von A bis W benannt – Q-, U-, X-, Y- und Z-Namen gibt es nicht. Doch am 18. September war mit Wilfred die Liste aufgebraucht – so früh wie noch nie und zum zweiten Mal überhaupt. Jetzt wird also aufs griechische Alphabet zurückgegriffen. Alpha und Beta sind bereits unterwegs.

2. Polizei mag Koks

Im Shitstorm steht mal wieder die Polizei. Dass Beamte Rassisten sein können, hat sich zuletzt in NRW gezeigt, wo Chatgruppen mit rechtsextremen Inhalten aufflogen. Aus Bayern erfahren wir, dass Polizei auch Drogen kann. Dort haben am Mittwoch 170 ErmittlerInnen Wohnungen und Dienststellen von 21 KollegInnen durchsucht. Sie sollen Drogen besessen und Koks aus der Asservatenkammer geklaut haben. Die Polizeigewerkschaft fürchtet, der Kreis der Verdächtigen könne sich noch verzehnfachen. Die Aktion war erst geheim gehalten worden, aus Sorge, die KollegInnen könnten vorab gewarnt werden.

3. USA droht Chaos

Apropros Warnung. In gut fünf Wochen wird der nächste US-Präsident gewählt. Dass das reibungslos klappt, daran bestehen immer mehr Zweifel. Donald Trump jedenfalls will keine friedliche Übergabe garantieren. Auf die Frage eines Reporters danach antwortete Trump: „Wir müssen abwarten, was passiert.“ Erste Medien warnen vor Chaos und gar blutigen Auseinandersetzungen.

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4. Rassismus kostet Billionen

Trump interessiert sich ja für wenig, aber für Geld durchaus. Eine US-Studie ergab jetzt, dass Rassismus der US-Wirtschaft in den vergangenen 20 Jahren Einbußen in Höhe von 16 Billionen Dollar beschert hat. Geringere Löhne, erschwerter Zugang zu Bildung und damit zu Krediten für Schwarze und Latinos seien dafür verantwortlich.

5. Es gibt nur 1 Jägerschnitzel

Nicht ums Geld, aber um Ehre geht es bei einem aktuellen Twitter-Streit. Aus dem Autor dieser Zeilen unerfindlichen Gründen war am Mittwoch #Jägerschnitzel in Twitter-Deutschland das meistdiskutierte Thema. Welches ist das wahre? Das westdeutsche mit Pilzrahm, Pommes und echtem Fleisch oder das ostdeutsche mit panierter Jagdwurst, Nudeln und roter Soße. Absurde Debatte. Ja, das mit Pilzrahm sieht appetitlicher aus. Aber: Es gibt nur 1 wahres Jägerschnitzel! #TeamJagdwurst

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