: Lebenslang für Kommandeur
PHNOM PENH afp ■ Wegen Mordes an drei westlichen Touristen hat ein Gericht in Kambodscha den früheren Rote-Khmer-Kommandeur Sam Bith zu lebenslanger Haft verurteilt. Das Urteil gegen den heute 70-Jährigen erging am Montag. Sam Bith wurde schuldig gesprochen, im Juli 1994 den 26-jährigen Briten Mark Slater, den 27-jährigen Franzosen Jean-Michel Braquet und den 29-jährigen Australier David Wilson aus einem Zug an der Küste entführt und zwei Monate später nach gescheiterten Verhandlungen getötet zu haben. Die Leichen der drei Rucksacktouristen wurden in einem Waldstück in der Nähe des Hauptquartiers der Roten Khmer bei Phnom Vorn im Südwesten des Landes ausgegraben. Sam Bith war damals Khmer-Chef in dieser Region, die „vollständig unter seinem Befehl“ stand, urteilte Richter Sok Setha Mony. Sam Bith hatte dagegen ausgesagt, er sei schon im Juni nicht mehr verantwortlich gewesen und habe sich zum Zeitpunkt der Entführung wegen einer ärztlichen Behandlung in Thailand aufgehalten. Er bezeichnete das Urteil als „Ungerechtigkeit“ und kündigte Berufung an.
Gemeinsam für freie Presse
Die taz gehört zu 100 Prozent ihren Leser:innen und ist damit nicht nur konzernfrei, sondern auch kostenfrei zugänglich. Alle Artikel stellen wir frei zur Verfügung, ohne Paywall. Gerade in diesen Zeiten müssen Einordnungen und Informationen allen zugänglich sein. Unsere Leser:innen müssen nichts bezahlen, wissen aber, dass kritischer, unabhängiger Journalismus nicht aus dem Nichts entsteht. Dafür sind wir sehr dankbar. Damit wir auch morgen noch unseren Journalismus machen können, brauchen wir mehr Unterstützung für taz zahl ich. Dank Ihnen haben wir nun die 50.000 erreicht. So viele unterstützen freiwillig und regelmäßig. Noch nicht dabei? Werden Sie jetzt Teil der Community! Jetzt unterstützen