piwik no script img

Lebend unter Toten

Albany (AP) – Eine 86jährige Frau mußte fast eineinhalb Stunden im Kühlfach der Leichenhalle eines Krankenhauses verbringen, weil sie für tot gehalten worden war. Erst danach befand sie sich in einem kritischen Zustand. Mildred Clark war am Mittwoch nachmittag regungslos in ihrer Wohnung gefunden worden. Ein Gerichtsmediziner erklärte sie für tot und ließ sie in die Leichenhalle des Krankenhauses von Albany im US-Staat New York bringen. Ein Mitarbeiter hörte Atemgeräusche aus dem Leichensack, öffnete ihn und fand die noch lebende Mildred Clark. Wie konnte das passieren? „Wenn jemand einmal für tot erklärt wurde, dann gibt es keinen Grund, dies noch einmal zu überprüfen“, sagte ein Sprecher des Krankenhauses.

Der drohende Erfolg der AfD bei den kommenden Landtagswahlen zeigt, wie stark rechtsextreme Kräfte inzwischen geworden sind. Gerade jetzt braucht es Zusammenhalt und Solidarität. Auch und vor allem mit den Menschen, die sich vor Ort für eine starke Zivilgesellschaft einsetzen. Die taz kooperiert deshalb mit "Alles beginnt im Zentrum". Die Kampagne unterstützt bundesweit linke, selbstverwaltete Orte und baut einen solidarischen Fonds für deren Schutz und Erhalt auf. Eine offene Gesellschaft braucht guten, frei zugänglichen Journalismus – und zivilgesellschaftliches Engagement. Finden Sie auch? Dann machen Sie mit und unterstützen Sie unsere Aktion. Jetzt unterstützen