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Lauge direkt in die Elbe

Mehrere Millionen Liter Lauge haben gestern das Hamburger Klärwerk Stellinger Moor fast funktionsuntüchtig gemacht. Wie die Umweltbehörde mitteilte, hat ein unbekannter Betrieb die Abwässer in das Sielnetz im Hamburger Westen eingelassen.

Zwischen 12.30 und 22.00 Uhr erreichten etwa 2000 Kubikmeter der Lauge — das entspricht etwa zwei Millionen Liter — stündlich das Klärwerk, 2500 Kubikmeter der Abwasser mit einer stark basischen Substanz konnten aufgefangen werden. Weitere rund 11 000 Kubikmeter bzw. elf Millionen Liter durchliefen die mechanische und biologische Reinigungsstufe. Als diese umzukippen drohte, mußten sechs Millionen Liter des Abwassers ohne biologische Reinigung in die Elbe geleitet werden. Nur durch diese Maßnahme konnte nach Angaben der Umweltbehörde ein Ausfall des gesamten Klärwerks vermieden worden.

Der Laugenfluß sei trotz aller Bemühungen seitens der Behörden nicht zurückzuverfolgen und damit der Verursacher nicht festzustellen gewesen. Mitarbeiter der Stadtentwässerung hätten die Spur der Lauge nur bis zum Bornkampsweg zurückverfolgen können, da sich dort die Kanalschächte verzweigen. Nun versucht die Umweltbehörde, anhand einer Analyse der Lauge einen Hinweis auf den Verursacher der Umweltverschmutzung zu bekommen. Von der Lauge seien keine gesundheitsschädlichen Auswirkungen ausgegangen, erklärte auf Anfrage die Sprecherin der Umweltbehörde, Silvia Schwägerl. dpa/taz

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