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Langlebige Blume

■ betr.: "Die Überlebenden kamen nicht zu Wort", taz vom 22.4.93

betr.: „Die Überlebenden kamen nicht zu Wort“,

taz vom 22.4.93

Ein Kompliment für den kritischen Artikel an Klaus Bachmann!

Die jetzige israelische Regierung – wie auch ihre Vorgängerinnen – hatte kein Recht, die wenigen Überlebenden des Warschauer Ghettoaufstandes so in den Hintergrund zu drängen und Marek Edelmann – aus Gründen der Staatsräson – sogar eine offizielle Ansprache unmöglich zu machen. Angesichts des Schuldkontos, das israelische Regierungen seit mehr als 25 Jahren in den von ihnen besetzten Gebieten bis auf den heutigen Tag aufhäufen, haben diese auch kein Recht, das Schuldkonto Polens gegenüber Israel anzuprangern.

Offensichtlich wurden zu Ehren der jüdischen Deportierten des „Umschlagplatzes“ (mindestens 300.000) keine Kränze „offiziell“ niedergelegt. Dies voraussehend, hatten wir Tage zuvor „inoffiziell“ dort eine langlebige Blume abgelegt – es war die einzige am ansonsten beeindruckenden Mahnmal. Auch unser Vortrag zum Warschauer Ghettoaufstand (20.4.) blieb offensichtlich einzig – jedenfalls in Hamburg. Deutsch-Jüdische Gesellschaft

Hamburg e.V.

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