piwik no script img

Kurzsichtig durch Licht bei Nacht

London (dpa) – Schlafen bei Licht fördert spätere Kurzsichtigkeit. Das berichten amerikanische Wissenschaftler nach einer Befragungen von 479 Kindern zwischen zwei und 16 Jahren im britischen Wissenschaftsmagazin Nature. Das Wissenschaftlerteam um Graham Quinn von der augenärztlichen Abteilung der Kinderklinik der Universität von Philadelphia (USA) untersuchte den Zusammenhang zwischen Sehleistung und Nachtlicht im Kinderzimmer. Demnach leiden Kinder, die bis zum Alter von zwei Jahren bei Licht schliefen, in 48 Prozent der Fälle später unter Kurzsichtigkeit. Bei Kindern, die im Dunkeln schliefen, war das hingegen nur bei etwa neun Prozent der Fall. Jene, bei denen nur ein kleines Nachtlicht neben dem Bett brannte, lagen statistisch mit 31 Prozent im Mittelfeld. Bereits von Vögeln und Affen ist bekannt, daß Licht in einer frühen Phase der Kindheit das Wachstum des Augapfels beeinflußt. Ein zu großer Augapfel ist häufig der Grund für spätere Kurzsichtigkeit. Gerade bis zum zweiten Lebensjahr wachse der Augapfel bei Kindern besonders schnell, berichten die Forscher. Die genauen Zusammenhänge seien jedoch noch unklar. Trotzdem sollten kleine Kinder, so raten die Wissenschaftler, sicherheitshalber nicht ständig bei Licht schlafen.

50.000 Menschen beteiligen sich bei taz zahl ich – weil unabhängiger, kritischer Journalismus in diesen Zeiten gebraucht wird. Weil es die taz braucht. Dafür möchten wir uns herzlich bedanken! Ihre Solidarität sorgt dafür, dass taz.de für alle frei zugänglich bleibt. Denn wir verstehen Journalismus nicht nur als Ware, sondern als öffentliches Gut. Zahlen muss niemand, aber guter Journalismus hat seinen Preis. Und immer mehr Leser*innen machen mit und entscheiden sich für eine freiwillige Unterstützung der taz! Dieser Schub trägt uns gemeinsam in die Zukunft. Denn wir suchen wir auch weiterhin Ihre Unterstützung. Setzen auch Sie jetzt ein Zeichen für kritischen Journalismus und unterstützen Sie die taz – schon ab 5 Euro. Jetzt unterstützen