■ Kurz und fündig: Gentech-Bakterien werden freigesetzt
Berlin (dpa) – Das Robert- Koch-Institut (RKI), eine Nachfolgeeinrichtung des Bundesgesundheitsamtes, hat die Freisetzung von genveränderten Bakterien genehmigt. Die Universität Bielefeld darf auf einem Versuchsfeld bei Braunschweig gentechnisch markierte Bodenbakterien, Rhizobium meliloti, zusammen mit der Tierfutterpflanze Luzerne ausbringen, teilte das Institut mit. Den Bakterien wurde ein Gen eingeführt (Luziferase-Gen), das ein Protein produziert, das amerikanische Leuchtkäfer leuchten läßt. Anhand der Protein- Markierung solle erforscht werden, wie sich die veränderten Bakterien in der Umwelt verhalten, so das RKI. Ein Überspringen des Luziferase-Gens auf andere Mikroorganismen sei nicht zu erwarten, da es keinen Überlebensvorteil bringe. Die Genehmigung erfolgte im Einvernehmen mit dem Umweltbundesamt und der Biologischen Bundesanstalt.
Gemeinsam für freie Presse
Die taz gehört zu 100 Prozent ihren Leser:innen und ist damit nicht nur konzernfrei, sondern auch kostenfrei zugänglich. Alle Artikel stellen wir frei zur Verfügung, ohne Paywall. Gerade in diesen Zeiten müssen Einordnungen und Informationen allen zugänglich sein. Unsere Leser:innen müssen nichts bezahlen, wissen aber, dass kritischer, unabhängiger Journalismus nicht aus dem Nichts entsteht. Dafür sind wir sehr dankbar. Damit wir auch morgen noch unseren Journalismus machen können, brauchen wir mehr Unterstützung für taz zahl ich. Dank Ihnen haben wir nun die 50.000 erreicht. So viele unterstützen freiwillig und regelmäßig. Noch nicht dabei? Werden Sie jetzt Teil der Community! Jetzt unterstützen