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Kurdinnen in Straßburg

■ 250 Kurdinnen demonstrieren an der Europabrücke von Kehl gegen Türkei

Straßburg (dpa) – Eine Gruppe von sieben kurdischen Frauen ist gestern von einem Vertreter des Europarates in Straßburg empfangen worden. Die Frauen appellierten an den politischen Vizedirektor der Staatenorganisation, Len Davies, sich eine friedliche Lösung des Kurden-Konflikts in der Türkei einzusetzen. Der Europarat solle die in der parlamentarischen Versammlung des Europarates vertretenen türkischen Abgeordneten ausschließen und sich für einen Waffenstillstand zwischen der türkischen Armee und der verbotenen Arbeiterpartei Kurdistans (PKK) einsetzen, verlangten die Frauen in einer Petition.

Davies verwies auf verschiedene Solidaritätserklärungen der parlamentarischen Versammlung des Europarates zugunsten der Kurden. Seit Sonntag hatten etwa 250 kurdische Frauen auf der deutschen und 100 kurdische Männer auf der französischen Seite der Europabrücke Kehl demonstriert. Die Präfektur hatte den gewünschten Marsch der Frauen bis zum Europarat verboten und lediglich die Einreise von zwei Bussen mit insgesamt 140 Kurdinnen mit gültigen Pässen gestattet. Die etwa 200 Kurdinnen waren seit Tagen nach Straßburg unterwegs. Nachdem ihr Protestmarsch von den deutschen Behörden verboten worden war, kam es Anfang vergangener Woche zu gewaltsamen Ausschreitungen von Kurden in Baden- Württemberg, vor allem in Mannheim. Mehrere hundert Demonstranten waren festgenommen worden. Das Europaparlament in Straßburg hatte nach der Verhaftung kurdischer Volksvertreter in der Türkei seine Beziehungen zum Parlament in Ankara vorläufig abgebrochen.

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