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Kulturkämpferin

Käthe Woltemath

Ein halbes Jahr war sie Ehrenvorsitzende der DDR-SPD. Dann trat sie aus Ärger über den schlingernden Parteikurs zurück: Käthe Woltemath, 70jährige Sozilademokratin aus Rostock. Gleich nach dem Krieg trat sie in die SPD ein, die ein Jahr später mit der SED zwangsvereinigt wurde. Der Versuch die Arbeiterwohlfahrt in Rostock zu gründen, wurde ihr untersagt. In den 50ger Jahren wurde sie mehrfach verhaftet, weil sie sich gegen Parteifunktionäre wandte. Zwölf Jahre Zuchtshaus lautete eine Strafandrohung für „Bildung einer Widerstandssgruppe“ und „Hetze“. Verurteilt wurde sie zu 15 Monaten. Das Zuchthaus Bützow verließ sie 1960 als Invalide.

Gleich im Novemeber 1989 trat sie wieder in die SPD ein. Inzwischen ist sie Vorsitzende der Arbeiterwohlfahrt Rostock. taz

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