: Künast soll Klau stoppen
■ Niederländer protestieren gegen Muschelfischerei
In einer offizielle Note an Bundesverbraucherministerin Renate Künast (Grüne) fordert das niederländische Landwirtschaftsministerium den sofortigen Stopp der Muschelfischerei im deutsch-niederländischen Grenzgebiet der Emsmündung. Hintergrund: Seit einer Woche entnehmen drei ostfriesische Muschelfischer mit Genehmigung des niedersächsischen Landwirtschaftsministeriums 1.000 Tonnen Saatmuscheln auf den Sandbänken Hund und Pappsand (die taz berichtete). In den Niederlanden ist die Muschelfischerei auf den Sandbänken der Ems aus ökologischen Gründen verboten.
Das niedersächsische Landwirtschaftsministerium wehrt sich: „Bei uns herrscht eben anderes Recht als in Holland. Die wollen doch nur ihr Muschelmonopol verteidigen“, so der Sprecher des Ministeriums, Dieter Rosinke.
Die Konferenz der Naturschutz- und Umweltverbände Ost-Friesland hat Beschwerde gegen die Muschelentnahme bei der Europäischen Kommission eingereicht. Konferenz-Koordinator Manfred Knake: „Das Landwirtschaftsministerium begründet die Muschelentnahme in der Ems mit der Erschöpfung der ostfriesischen Muschelbänke. Die sind kaputtgefischt. Das ist eine ökologische Schweinerei. Seit Jahren verhungern Eiderenten, weil sie keine Muscheln an der Küste finden.“ Die Steuerung des Ministeriums sollte den Fischern Einnahmen garantieren, aber ökologische Schäden vermeiden. Knake: „Dieses Management ist gescheitert.“ schuh
Unser Mittel gegen Antifeminismus
Wir machen linken Journalismus aus Überzeugung: kritisch, unabhängig und frei zugänglich für alle. Es gibt keinen Bezahlzwang, keine Paywall. Das geht nur, weil sich viele freiwillig beteiligen und unsere Arbeit unterstützen. Auch im Digitalen muss Journalismus, der für mehr Gleichberechtigung eintritt, finanziert werden. Unsere Leser:innen wissen: Journalismus entsteht nicht aus dem Nichts. Damit wir auch morgen noch unsere Arbeit machen können, brauchen wir Ihre Unterstützung. Schon über 48.000 Menschen machen mit und finanzieren damit die taz im Netz - kostenlos für alle. Setzen Sie ein Zeichen für die taz und für die Zukunft unseres Journalismus. Mit nur 5 Euro sind Sie dabei. Jetzt unterstützen