: Kuba will Verfassung ändern
Havanna (dpa) — Von der Schaffung eines Notstandsparagraphen bis zur Einführung direkter und geheimer Wahlen zum Volkskongreß reichen die Verfassungsänderungen, die Kubas Parlament in einer nicht öffentlichen Sitzung verabschieden will, die gestern begann. Die Neuerungen sollen den sozialistischen Inselstaat, der seit dem Zusammenbruch des Ostblocks die schwerste Krise seit der Revolution 1959 durchmacht, „den neuen Realitäten in der Welt und im Lande selbst“ anpassen. Um dringend benötigte Devisen ins Land zu holen, sollen Garantien für ausländische Investoren, die sich in Joint-ventures mit kubanischen Staatsbetrieben engagieren, formell in der Verfassung verankert werden. Insgesamt dürften 77 der 141 Artikel der seit 1976 existierenden „Magna Carta“ erneuert oder verändert werden.
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