: Kritische Werte im Korn
Reis ist oft mit Arsen und anderem belastet, so die Stiftung Warentest. Auch mancher mit Bio-Logo
Basmati, Jasmin, Parboiled – Reis wird in Deutschland in allerlei Formen angeboten. Aber: Viele Produkte sind mit Schadstoffen belastet. Das hat die Stiftung Warentest herausgefunden, die 40 Reisprodukte untersucht hat. Nur vier bekamen die Note „gut“. Grund für die Abwertung waren erhöhte Gehalte an Arsen und Kadmium. Bioprodukte sind dabei oft nicht weniger belastet als konventionelle. „Wer glaubt, mit Bio-Reis oder Vollkornreis automatisch die schadstoffärmere Wahl zu treffen, liegt leider falsch“, erklärt Stiftung-Warentest-Expertin Sara Waldau. Die kritischen Stoffe gelangten unabhängig von der Anbaumethode über Böden und Wasser ins Korn.
Die Tester:innen untersuchten den Reis nach eigenen Angaben in einem unabhängigen Labor auf sechs Schadstoffgruppen: Schwermetalle wie Arsen, Kadmium, Blei und Nickel, dazu Pflanzenschutzmittel, Mineralölbestandteile, Chlorat/Perchlorat, Schimmelpilzgifte und Ethylenoxid. „Sehr gut“ war kein einziges Produkt. Ein „gut“ erreichten „K-Classic Langkorn Parboiled Reis“ von Kaufland, „Vollkorn Bio Jasmin Reis“ von Reishunger, „Pure Original Basmati“ von Tilda und „Basmati“ von Akash. Achtmal gab es nur ein „ausreichend“, auch für drei Bio-Produkte. Alle anderen bekamen ein „befriedigend“. Der Tipp der Expert:innen: Rohen Reis vor dem Kochen waschen, bis das Wasser klar bleibt, und dann mit viel Wasser kochen, das hinterher abgegossen wird. Laut der Stiftung lässt sich der Arsengehalt in Vollkornreis so um 54 Prozent, in weißem Reis um 73 Prozent senken.(afp, taz)
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