: Kriegsverbrecher: Reder beerdigt
Linz (dpa) — Der in Italien als „Schlächter von Marzabotto“ wegen Kriegsverbrechen verurteilte ehemalige SS-Führer Walter Reder ist am Mittwoch im oberösterreichischen Gmunden unter großen Sicherheitsvorkehrungen beerdigt worden. Der damalige Sturmbannführer der Waffen-SS war in der vergangenen Woche im Alter von 75 Jahren in einem Krankenhaus in Wien gestorben, wo er zuletzt gelebt hatte. Reder war 1951 in Italien als Verantwortlicher für ein Massaker an 1.800 Zivilisten in der Ortschaft Marzabotto zu lebenslanger Haft verurteilt worden. Etwa 1.800 Personen waren nach Polizeiangaben aus Deutschland, Italien und Frankreich angereist. Auch uniformierte Jugendliche nahmen teil. Am offenen Grab wurde „Deutschland, Deutschland über alles“ gesungen.
Gemeinsam für freie Presse
Als Genossenschaft gehören wir unseren Leser:innen. Und unser Journalismus ist nicht nur 100 % konzernfrei, sondern auch kostenfrei zugänglich. Alle Artikel stellen wir frei zur Verfügung, ohne Paywall. Gerade in diesen Zeiten müssen Einordnungen und Informationen allen zugänglich sein. Unsere Leser:innen müssen nichts bezahlen, wissen aber, dass kritischer, unabhängiger Journalismus nicht aus dem Nichts entsteht. Dafür sind wir sehr dankbar. Damit wir auch morgen noch unseren Journalismus machen können, brauchen wir mehr Unterstützung. Unser nächstes Ziel: 50.000 – und mit Ihrer Beteiligung können wir es schaffen. Setzen Sie ein Zeichen für die taz und für die Zukunft unseres Journalismus. Mit nur 5,- Euro sind Sie dabei! Jetzt unterstützen