■ Gegen Rechts: Kriegsflagge gezeigt
München (AP) – Zu Krawallen vor einem Gebäude einer rechtsradikalen Vertriebsgesellschaft ist es am Samstag in München gekommen. Nach Mitteilung der Polizei waren etwa 180 Demonstranten der „ökologischen Linken“ nach einer genehmigten und ruhig verlaufenden Demonstration vor das Gebäude gezogen. Dort hatten sie lautstark gegen das Unternehmen protestiert und Farbbeutel sowie Eier und Bierflaschen geworfen. Der Leiter des Vertriebs rechtsextremer Schriften, Ewald Althans, schaltete daraufhin eine Lautsprecheranlage mit Marschmusik ein. Nach Darstellung der Polizei provozierte er die Demonstranten auch durch das Hissen der Reichskriegsflagge. Die Farbbeutel, so sagte ein Polizeisprecher, trafen zu einem Teil die eingesetzten Polizeikräfte. Darauf gingen die Polizisten gegen die Demonstranten vor. Sie nahmen vier von ihnen fest, gegen zwei wurde Haftbefehl beantragt.
Der drohende Erfolg der AfD bei den kommenden Landtagswahlen zeigt, wie stark rechtsextreme Kräfte inzwischen geworden sind. Gerade jetzt braucht es Zusammenhalt und Solidarität. Auch und vor allem mit den Menschen, die sich vor Ort für eine starke Zivilgesellschaft einsetzen. Die taz kooperiert deshalb mit "Alles beginnt im Zentrum". Die Kampagne unterstützt bundesweit linke, selbstverwaltete Orte und baut einen solidarischen Fonds für deren Schutz und Erhalt auf. Eine offene Gesellschaft braucht guten, frei zugänglichen Journalismus – und zivilgesellschaftliches Engagement. Finden Sie auch? Dann machen Sie mit und unterstützen Sie unsere Aktion. Jetzt unterstützen