Krieg in Syrien: Friendly Fire in Al-Bab
Drei türkische Soldaten wurden „versehentlich“ bei einem russischen Angriff in Syrien getötet. Putin spricht Erdogan sein Beileid aus.
AFP | Bei einem russischen Luftangriff in Syrien sind drei türkische Soldaten getötet worden. Die türkischen Streitkräfte teilten am Donnerstag mit, drei ihrer Soldaten seien „versehentlich“ getötet und elf weitere verletzt worden, als ein russisches Flugzeug ein Gebäude bombardiert habe. Der russische Präsident Wladimir Putin sprach seinem türkischen Kollegen Recep Tayyip Erdogan nach dem Vorfall bei einem Telefonat sein Beileid aus.
Die türkische Armee belagert seit Wochen die syrische Stadt Al-Bab, die von der Dschihadistenmiliz „Islamischer Staat“ (IS) kontrolliert wird. In den vergangenen Tagen gab es heftige Kämpfe um die Stadt, bei denen bereits zehn türkische Soldaten getötet wurden.
Bei ihrer Offensive wird die türkische Armee von der russischen Luftwaffe ebenso wie von der US-geführten Anti-IS-Koalition unterstützt.
Die Regierung in Ankara hatte den USA vorgeworfen, sie bei der Offensive auf Al-Bab im Stich zu lassen. Die USA hatten jedoch entgegnet, dass der Einsatz nicht mit ihnen abgesprochen gewesen sei.
Ankara hatte daher Russland um Unterstützung gebeten. Seit Januar fliegen aber auch Flugzeuge der Anti-IS-Koalition gelegentlich Angriffe auf IS-Stellungen bei der Stadt.
50.000 Menschen beteiligen sich bei taz zahl ich – weil unabhängiger, kritischer Journalismus in diesen Zeiten gebraucht wird. Weil es die taz braucht. Dafür möchten wir uns herzlich bedanken! Ihre Solidarität sorgt dafür, dass taz.de für alle frei zugänglich bleibt. Denn wir verstehen Journalismus nicht nur als Ware, sondern als öffentliches Gut. Zahlen muss niemand, aber guter Journalismus hat seinen Preis. Und immer mehr Leser*innen machen mit und entscheiden sich für eine freiwillige Unterstützung der taz! Dieser Schub trägt uns gemeinsam in die Zukunft. Denn wir suchen wir auch weiterhin Ihre Unterstützung. Setzen auch Sie jetzt ein Zeichen für kritischen Journalismus und unterstützen Sie die taz – schon ab 5 Euro. Jetzt unterstützen
meistkommentiert