: Konzentration für bessere Ergebnisse
Qualitätsmonitor: Immer mehr komplexe Operationen in immer weniger Kliniken
Für bestimmte Operationen wurden an einigen Krankenhausstandorten Mindestmengen eingeführt – und diese später angehoben. Die absehbare Folge: Die Zahl der an der Versorgung beteiligten Kliniken hat sich weiter reduziert. Zudem erhöhten sich an den verbliebenen Standorten die durchschnittlichen Fallzahlen signifikant.
Das zeigt das Onlineportal „Qualitätsmonitor“ des Wissenschaftlichen Instituts der AOK (Wido), das jetzt mit Daten für das Jahr 2024 aktualisiert worden ist. Nur kleine Veränderungen gab es dagegen bei der Steuerung von Krebsoperationen in Kliniken, die von der Deutschen Krebsgesellschaft als Krebszentren zertifiziert worden sind. Was bedeutet dies?
Effekte bei komplexen OPs
„Die Einführung und Anhebung der Mindestmengen für Krankenhäuser, die lebensbedrohliche Erkrankungen von Patientinnen und Patienten mit komplexen Operationen behandeln, führen zu dringend notwendigen Effekten“, so Helmut Schröder, Geschäftsführer des Wido. Dies zeige sich vor allem bei operativen Behandlungen von vier Arten von Krebserkrankungen. Die Zahl der Krankenhäuser sinkt, während die Operationszahlen pro Standort steigen.
Risiken minimieren
„Sie können damit die notwendige Erfahrung bei diesen hochkomplexen Leistungen sicherstellen und das Risiko für die behandelten Patientinnen und Patienten minimieren“, erläutert Schröder. Die Verantwortlichen in den Ländern sollten die Zentralisierung von Krebsbehandlungen in zertifizierten Kliniken weiter vorantreiben, denn die Behandlung in diesen Zentren biete klar belegte Überlebensvorteile für die Patientinnen und Patienten. „Neben Fallzahlvorgaben müssen die zertifizierten Zentren zahlreiche weitere Kriterien zur Struktur- und Prozessqualität erfüllen und eine leitliniengerechte Behandlung gewährleisten.“
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