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Kokain bleibt auf dem Index

Köln (dpa) - Der im Juni als Rowohlt-Taschenbuch erschienene Roman Kokain von Pitigrilli (Pseudonym für Dino Segret) bleibt bis auf weiteres auf der Liste der jugendgefährdenden Schriften. Das entschied das Verwaltungsgericht Köln mit einem am Montag veröffentlichten Beschluß. Die jetzt indizierte Romanausgabe unterscheidet sich nach Ansicht des Gerichts von den 1954 und 1983 verbotenen Ausgaben nur dadurch, daß die Übersetzung aus dem Italienischen „aktualisiert und verbessert“ worden sei. Der Vorsitzende der Bundesstelle für jugendgefährdende Schriften habe lediglich die Frage der Inhaltsgleichheit zu prüfen gehabt. Weder der BPS-Vorsitzenden noch das Verwaltungsgericht habe in diesem Verfahren die Möglichkeit gehabt, „in eine materielle Prüfung einzusteigen“. Die Kammer habe daher auch nicht prüfen können, ob der Roman Kokain nach heutigen Wertmaßstäben „überhaupt noch geeignet sei, Kinder und Jughendliche sittlich zu gefährden“.

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