: Knete gegen die WAA
■ BIs fordern 400.000 Mark für entstandene Unkosten
Nürnberg (taz) - Genau 401.868 DM und 97 Pfennige soll das bayerische Umweltministerium den Oberpfälzer Bürgerinitiativen bezahlen. Kosten in dieser Höhe seien den Anti-WAA-Initiativen im Rahmen des Genehmigungsverfahrens für die mittlerweile suspendierte Plutoniumfabrik entstanden.
Der Rechtsanwalt der Kläger gegen die WAA, Baumann, will diese Forderung notfalls gerichtlich geltend machen. Die Bürgerinitiativen, so Baumann, hätten im Rahmen des Genehmigungsverfahrens „objektiv“ eine Informationsaufgabe für das Umweltministerium erfüllt und damit für einen „hohen Grad an Korrektheit“ im Verfahren gesorgt. Für diese „Geschäftsführung ohne Auftrag“ stehe ihnen nun ein Ersatz für ihre Aufwendungen zu. Außerdem forderte Baumann das Umweltministerium auf, unverzüglich die „unheilbar rechtswidrige“ erste WAA-Teilerrichtungsgenehmigung aufzuheben.
bs
Der drohende Erfolg der AfD bei den kommenden Landtagswahlen zeigt, wie stark rechtsextreme Kräfte inzwischen geworden sind. Gerade jetzt braucht es Zusammenhalt und Solidarität. Auch und vor allem mit den Menschen, die sich vor Ort für eine starke Zivilgesellschaft einsetzen. Die taz kooperiert deshalb mit "Alles beginnt im Zentrum". Die Kampagne unterstützt bundesweit linke, selbstverwaltete Orte und baut einen solidarischen Fonds für deren Schutz und Erhalt auf. Eine offene Gesellschaft braucht guten, frei zugänglichen Journalismus – und zivilgesellschaftliches Engagement. Finden Sie auch? Dann machen Sie mit und unterstützen Sie unsere Aktion. Jetzt unterstützen