: Kloppen für vier Pfoten
Pfälzer machen sich vor ihrem Hund zum Affen
Mit einem Hund, so argumentieren Halter gern, geht der Mensch häufiger an die frische Luft und kommt dabei erst richtig in Bewegung. Es gibt sogar Sportarten, deren Ausübung auf die Mitarbeit von Kötern angewiesen ist: Schlittenhunderennen, Apportieren oder der gute, alte Hundekampf. An der Südlichen Weinstraße wurde nun eine tierfreundliche Variante dieser Sportart aus der Taufe gehoben. Sie geht so: Herrchen oder Frauchen kloppen sich, das Tier schaut achtsam zu. „In Vorgarten pinkelnder Hund löst in Rheinland-Pfalz größere Prügelei aus“, meldete AFP gestern aus Landau. Nachdem der Hund das Bein zum Anpfiff gehoben hatte, eskalierte die Vorgartenbesitzerin zunächst verbal. „Der Hundehalter reagierte mit dem Wurf eines vollen Hundekotbeutels in den Vorgarten. Dies ließ die Frau nicht auf sich sitzen und stopfte den Beutel in die Kapuze des Hundehalters. Daraufhin entstand ein Handgemenge“, referierten die AFP-Referees den Spielverlauf. „Erst die Polizei konnte den Streit beenden“, hieß es, doch ist ein Rematch bestimmt schon verabredet. Während sich Hundehalter und -hasser sportiv mit Kacke bewerfen, könnten sich die friedvollen Verbeiner beim Hundeyoga die Zeit vertreiben – in der Pose des verächtlich „Herabschauenden Hundes“.
Der drohende Erfolg der AfD bei den kommenden Landtagswahlen zeigt, wie stark rechtsextreme Kräfte inzwischen geworden sind. Gerade jetzt braucht es Zusammenhalt und Solidarität. Auch und vor allem mit den Menschen, die sich vor Ort für eine starke Zivilgesellschaft einsetzen. Die taz kooperiert deshalb mit "Alles beginnt im Zentrum". Die Kampagne unterstützt bundesweit linke, selbstverwaltete Orte und baut einen solidarischen Fonds für deren Schutz und Erhalt auf. Eine offene Gesellschaft braucht guten, frei zugänglichen Journalismus – und zivilgesellschaftliches Engagement. Finden Sie auch? Dann machen Sie mit und unterstützen Sie unsere Aktion. Jetzt unterstützen