piwik no script img

Klinikchef Spindler fristlos entlassen

■ Senat gab grünes Licht für Konsequenzen in St.-Jürgen-Klinik

Fristlos entlassen will Gesundheitssenatorin Gaertner jetzt den Verwaltungschef des St.-Jürgen-Krankenhauses, Karl Spindler. Der hatte der Behörde im Dezember ein Finanzloch von ca. 3 Millionen Mark für das Jahr 1992 präsentiert und im Februar einräumen müssen, daß er einiges vergessen hatte und es sich wohl eher um 9,5 Millionen (minus) handelte.

Die Senatorin hat die für Personalfragen zuständige SKP um Spindlers fristlose Entlassung ersucht, der Senat gab gestern seine Zustimmung. Da sein Vertrag bis 1996 läuft, werden jetzt Verhandlungen über Ablösesummen geführt werden müssen. In der Klinik-Verwaltung geht man davon aus, daß Walter Bremermann, Verwaltungschef im ZKH Bremen-Nord, kommissarischer Nachfolger von Spindler wird. Bremermann ist seit Freitag für zwei Wochen in Mexiko. Die Sprecherin des Gesundheitsressorts wollte nicht bestätigen, daß es vorher Gespräche des Ressorts mit Bremermann gegeben hat, signalisiert aber: „Der Mann ist extrem gut.“

Bremermann hatte sich schon als Konkurrent von Aribert Galla um den Chef-Posten beworben, damals hatte Gesundheitssenator Brückner ihm den späteren Skandal-Klinikchef vorgezogen. Als ein Nachfolger für Galla gesucht werden mußte, hatte Bremermann abermals Interesse signalisiert, sich aber nicht beworben, als ihm klargemacht wurde, daß eine filzunverdächtige und außerbremische Lösung gesucht werde. K.W.

Der drohende Erfolg der AfD bei den kommenden Landtagswahlen zeigt, wie stark rechtsextreme Kräfte inzwischen geworden sind. Gerade jetzt braucht es Zusammenhalt und Solidarität. Auch und vor allem mit den Menschen, die sich vor Ort für eine starke Zivilgesellschaft einsetzen. Die taz kooperiert deshalb mit "Alles beginnt im Zentrum". Die Kampagne unterstützt bundesweit linke, selbstverwaltete Orte und baut einen solidarischen Fonds für deren Schutz und Erhalt auf. Eine offene Gesellschaft braucht guten, frei zugänglichen Journalismus – und zivilgesellschaftliches Engagement. Finden Sie auch? Dann machen Sie mit und unterstützen Sie unsere Aktion. Jetzt unterstützen