: Klingbeil-Gruppe kauft Interhotel AG
Berlin (dpa) — Die ostdeutsche Interhotel AG (Berlin) wird mit wenigen Ausnahmen an Gesellschafter der Berliner Klingbeil-Gruppe verkauft. Der Verwaltungsrat der Treuhandanstalt stimmte gestern einem entsprechenden Vorschlag des Treuhand-Vorstands zu, die Aktien der Interhotel AG an die Groenke & Guttmann GmbH und eine weitere zu gründende Gesellschaft zu übertragen. Sie werden für die 28 Häuser insgesamt 2,1 Milliarden DM zahlen. Ferner seien 1 Milliarde DM an Investitionen und die Festschreibung der Arbeitsplätze von 7.500 Interhotel-Mitarbeitern vereinbart worden, erläuterte Treuhand-Vorstandsmitglied Hans Krämer in Berlin. Die Gesellschafter der Klingbeil-Gruppe erhielten den Zuschlag für die Interhotels, nachdem der Autovermieter Sixt AG (München) sein Angebot am Mittwoch zurückgezogen hatte.
Die Interhotel AG erwartet für 1991 nach Angaben von Vorstandchef Ralf Corsten einen Umsatz von 700 Millionen DM. Das Betriebsergebnis lasse sich mit internationalen Wettbewerbern messen. Die Belegung betrage derzeit durchschnittlich 74 Prozent. In diesem Jahr seien knapp 120 Millionen DM investiert worden. Nach Angaben des Londoner Bank- und Investmenthauses S.G. Warburg hatten sich bei der internationalen Ausschreibung der Hotelgruppe zunächst 200 Interessenten gemeldet. Vier Anbieter — die Klingbeil-Gesellschafter, Sixt, die Heidelberger Immobilienfirma Roland Ernst und das Familienkonsortium Maritim — kamen in die nähere Wahl.
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