: Kirche streitet um Anti–Atom–Beschluß
Itzehoe/Kiel (dpa) - Mit ihrem Beschluß zum Ausstieg aus der Kernenergie hat die Nordelbische Synode nach Auffassung der „Bekennenden Gemeinschaft“, einer Gruppe von etwa 6 000 glaubenskonservativen evangelischen Christen in der Nordelbischen Kirche, „ihre Kompetenz überschritten und den Auftrag der Kirche verfehlt“. Unmittelbar vor einer am Mittwoch beginnenden Synodentagung in Rendsburg warf die Gemeinschaft den Synodalen brieflich vor,sie trügen Zwietracht in die Gemeinden, wenn sie ihnen nahelegten, das Thema Kernenergie zu diskutieren und Stellung zu beziehen. Die für Hamburg und Schleswig–Holstein zuständige Synode hatte im November einer Vorlage zum Ausstieg aus der Kernenergie „im Grundsatz“ zugestimmt und das Papier eine „zwar vorläufige, aber wegweisende Erklärung“ genannt. Das Kirchenparlament befaßt sich auf der bevorstehenden Tagung unter anderem mit dem Religionsunterricht an öffentlichen Schulen, dem Kirchlichen Entwicklungsdienst, der Lage der Flüchtlinge und Asylsuchenden sowie mit der Militärseelsorge.
Die taz schreibt, redet und diskutiert für Pluralismus und eine freie, offene Gesellschaft – besonders jetzt, wo der Rechtsextremismus weiter erstarkt und demokratische Institutionen angreift. Dort wo rechtsextreme Kräfte an Zustimmung gewinnen, wächst auch die Befürchtung vor zunehmenden Angriffen und Diffamierungen gegen Gegner*innen extrem rechter Politik. Besonders selbstverwaltete Orte spüren diesen Druck, dabei brauchen wir gerade jetzt Orte der Kritik, (Sub)Kultur und der Solidarität. Gerade jetzt müssen wir zusammenhalten und uns solidarisch mit denjenigen zeigen, die sich vor Ort für eine starke Zivilgesellschaft einsetzen. Die taz kooperiert deshalb mit „Alles beginnt im Zentrum". Die Kampagne unterstützt bundesweit linke, selbstverwaltete Orte und baut einen solidarischen Fonds für deren Schutz und Erhalt auf. Eine offene Gesellschaft braucht guten, frei zugänglichen Journalismus – und zivilgesellschaftliches Engagement. Finden Sie auch? Dann machen Sie mit und unterstützen Sie unsere Aktion. Jetzt unterstützen