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Kiechle gegen „illegale Masthilfen“

Bonn/Cloppenburg (dpa) - Im Landkreis Cloppenburg sind am Montag erneut 99 Mastkälber aus einem Stall sichergestellt worden, weil ihnen vermutlich illegal Medikamente verabreicht worden sind. In der vergangenen Woche war in den Landkreisen Cloppenburg, Oldenburg und Vechta für elf Bestände mit insgesamt 2.500 Tieren ein Verwertungsverbot verhängt worden. Erste Untersuchungen der Urinproben hatten für den überwiegenden Teil der beschlagnahmten Tiere den Verdacht erhärtet, daß ihnen das Hustenpräparat Salbutamol als Masthilfsmittel verabreicht worden war.

Bundesernährungsminister Ignaz Kiechle (CSU) hat im Zusammenhang mit dem jüngsten Kälbermastskandal in mehreren Bundesländern an die Länder-Überwachungsbehörden appelliert, sich noch stärker bei der Bekämpfung des illegalen Einsatzes von Masthilfen bei Kälbern zu engagieren. Der rechtliche Rahmen hierfür sei mit der EG-Rückstandskontroll-Richtlinie von 1986 vorhanden, heißt es in einem Schreiben des CSU -Politikers an den nordrhein-westfälischen Landwirtschaftsminister Klaus Matthiesen (SPD). Darin verurteilt Kiechle aufs schärfste den zweiten aufgedeckten Skandal. Die Verbraucher und auch die sich korrekt verhaltenden Kälbermäster müßten vor solchen kriminellen Machenschaften geschützt werden.

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