piwik no script img

Ketzerei: Australiens Rückkehr ins Mittelalter

Ein Gericht der Presbyterianischen Kirche von Australien hat einen ihrer Geistlichen als Ketzer verurteilt, weil er sich für die Ordination von Frauen eingesetzt hat. Die Entscheidung vom Donnerstag ist der erste Häresieprozeß in Australien überhaupt; 1934 war ein Priester der Irrlehre beschuldigt worden, aber vor Eröffnung des Verfahrens gestorben. Vor dem Tribunal in Sydney hatte sich der 47jährige Peter Cameron zu verantworten, der sich in einer Predigt dafür ausgesprochen hatte, auch Frauen zu Priestern zu weihen. Die 40 Mitglieder des Gerichts befanden mit Zweidrittelmehrheit, daß er mit dieser Predigt die heilige Schrift untergraben habe. Der Schotte Cameron, der seit 1991 Pfarrer am St. Andrew's College der Uni Sydney ist, sieht sich als Opfer eines in der presbyterianischen Kirche um sich greifenden Fundamentalismus. Er wird gegen die Entscheidung Berufung einlegen.(Foto: Heinz Krimmer)

Nur noch 430 – dann sind wir 50.000

Als Genossenschaft gehören wir unseren Leser:innen. Und unser Journalismus ist nicht nur 100 % konzernfrei, sondern auch kostenfrei zugänglich. Alle Artikel stellen wir frei zur Verfügung, ohne Paywall. Gerade in diesen Zeiten müssen Einordnungen und Informationen allen zugänglich sein. Unsere Leser:innen müssen nichts bezahlen, wissen aber, dass kritischer, unabhängiger Journalismus nicht aus dem Nichts entsteht. Dafür sind wir sehr dankbar. Damit wir auch morgen noch unseren Journalismus machen können, brauchen wir mehr Unterstützung. Unser nächstes Ziel: 50.000 – wir brauchen nur noch 430 Freiwillige, dann haben wir es geschafft! Setzen Sie jetzt ein Zeichen für die taz und machen Sie mit. Mit nur 5,- Euro sind Sie dabei! Jetzt unterstützen