: Keine überzeugende Legitimation?
■ betr.: "Die Strafe der Basokratie", taz vom 14.6.93
betr.: „Die Strafe der Basokratie“, taz vom 14.6.93
[...] Wenn die Mehrheit der zu der Befragung aufgerufenen Mitglieder sich für irgendeinen der zur Wahl stehenden Leute entscheidet, wäre das nach Michael Sontheimer keine überzeugende Legitimation. Eine überzeugende demokratische Legitimation ist es dagegen, wenn einige hundert Parteitagsdelegierte den von einer Handvoll Vorstandsgenossen vorgeschlagenen Kandidaten küren. Das ist einleuchtend.
Da wir nun, dank der luziden Kommentierung des Michael Sontheimer wissen, was Demokratie ist, können wir uns beruhigt wieder schlafen legen, bis uns die Medien wieder rufen, jene zu wählen, die uns dann (natürlich auf unsere Rechnung) alle weiteren Entscheidungen abnehmen.
Und damit das klar ist: ich bin weder in der SPD noch kümmert mich das Schicksal dieses Großleichnams in irgendeiner Weise, auch nicht die Tatsache, daß die nichtlegitimierte Basisdemokratie, unter denen die Leute bei der taz so viel zu leiden hatten, daß sie nun alle anderen Basisdemokraten nur bemitleiden können, nun das schöne Projekt des grün-roten Bündnisses verhindert hat. Schade, schade, man kann wirklich nicht jeden oder jede wählen lassen. Klaus W. Kowol, Gummersbach
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