: Keine ZDLer in die DDR
■ Widerstand bei Betroffenen gegen Mechtersheim-Vorschläge
Berlin (taz) - Der Forderung des grünen Bundestagsabgeordneten Alfred Mechtersheimer, daß bundesdeutsche Kriegsdienstverweigerer ihren Zivildienst auch in der DDR ableisten können sollten, ist bei der Selbstorganisation der Zivildienstleistenden (SOdZDL) auf heftige Kritik gestoßen. Mechtersheimer hatte die Bundesregierung am 9.Januar „zur Eindämmung des Notstandes im Gesundheitsbereich der DDR“ aufgefordert, mit der DDR die Rahmenbedingungen für den Einsatz westdeutscher ZDLer in DDR -Krankenhäusern und -Sozialeinrichtungen zu schaffen.
Die Bundeszentrale der SOdZDL wies den Vorschlag „mit Bestürzung und Empörung“ zurück. In einem offenen Brief an Bundestagsfraktion und Bundesvorstand der Grünen heißt es: „Die ZDLer hierzulande leisten einen auf kurz oder lang abzuschaffenden Zwangsdienst unter militärischen Strukturen“. Ein Export dieses Zwangsdienstes oder derer, die ihn leisten müssen, komme nicht in Frage.
Wg
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