: Keine Garantie der Medienfreiheit
■ Journalistenverband: Protest gegen DVUler im Rundfunkausschuß
Der Deutsche Journalistenverband (DJV) in Bremen hat gestern den Einzug eines Vertreters der rechtsextremistischen Deutschen Volksunion (DVU) in den neu gewählten Landesrundfunkausschuß bedauert. Mitglieder derartiger Parteien seien nicht geeignet, die Freiheit der Medien zu garantieren, sagte ein Sprecher der Journalistengewerkschaft. Die DVU habe sich nicht nur als ausländerfeindlich erwiesen, sondern sich in der Vergangenheit auch nie eindeutig vom nationalsozialistischen Unrechtsstaat und von Gewaltanwendungen in der Politik distanziert.
Der Journalistenverband forderte von der Bürgerschaft, daß künftig im Landesrundfunkausschuß und im Rundfunkrat von Radio Bremen nur Vertreter demokratischer Parteien mitwirken dürfen. Nach dem bremischen Landesrundfunkgesetz erhalten bislang automatisch Parteien, die bei Landtagswahlen mehr als fünf Prozent der Stimmen auf sich vereinen, einen Sitz im Rundfunkausschuß. Bei der Konstituierung des Gremiums Ende April hatte die Deutsche Volksunion ihren Abgeordneten Peter Zellmer in das Gremium entsandt. dpa
50.000 Menschen beteiligen sich bei taz zahl ich – weil unabhängiger, kritischer Journalismus in diesen Zeiten gebraucht wird. Weil es die taz braucht. Dafür möchten wir uns herzlich bedanken! Ihre Solidarität sorgt dafür, dass taz.de für alle frei zugänglich bleibt. Denn wir verstehen Journalismus nicht nur als Ware, sondern als öffentliches Gut. Zahlen muss niemand, aber guter Journalismus hat seinen Preis. Und immer mehr Leser*innen machen mit und entscheiden sich für eine freiwillige Unterstützung der taz! Dieser Schub trägt uns gemeinsam in die Zukunft. Denn wir suchen wir auch weiterhin Ihre Unterstützung. Setzen auch Sie jetzt ein Zeichen für kritischen Journalismus und unterstützen Sie die taz – schon ab 5 Euro. Jetzt unterstützen