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■ Kein GeldNS-Opfer ohne Rat?

Köln (taz) – Der Kölner Beratungsstelle für NS-Verfolgte droht die Schließung. Die Düsseldorfer Landesregierung, die das seit drei Jahren tätige Büro in diesem Jahr mit 190.000 DM unterstützt hat, will die Zahlungen im nächsten Jahr einstellen. Die Finanzierung der bundesweiten Beratungstätigkeit sei „ eindeutig Bundessache“. Im Prinzip sieht auch der „Bundesverband Information und Beratung für NS-Verfolgte“, der das Büro betreibt, die Zuständigkeit in Bonn. Weil die Bonner Regierung aber jegliche Unterstützung verweigert, hofft man erneut darauf, daß der Düsseldorfer Landtag, der schon die letzten 190.000 Mark außerplanmäßig bewilligt hatte, einspringen möge. Der Finanzierungsstreit, so die Büroleiterin Sonja Schlegel gestern, dürfe nicht auf „dem Rücken der NS-Verfolgten“ ausgetragen werden. Gerade in einer Zeit des wiederauflebenden Rechtsextremismus sei der Gedanke „unerträglich“, daß „eine Anlaufstelle gegen Angst und Isolation für die Opfer unserer rechtsextremistischen Vergangenheit schließen müsse“.

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