: Katzenklo
In Hamburg gibt es seit Mitte März die bundesweit einzige Katzenhotline. Katzenbesitzer, die sich Sorgen machen, weil ihr Tier den Kopf hängen lässt und neben das Katzenklo pinkelt, können hier Hilfe bekommen. Am anderen Ende der Leitung sitzt die Katzenpsychologin Janine Baghun. Sie nimmt die Hilferufe der Katzenbesitzer ernst: „Wer mit seinem Tier nicht mehr zurechtkommt, sieht oft keine andere Möglichkeit mehr, als es ins Tierheim zu geben.“ Dabei gibt es eine einfache Lösung für danebenpinkelnde Katzen. Die Katze möchte etwas mitteilen. Oft ist die Toilette mit Desinfektionsmittel gereinigt. Die Katze empfindet den Ammoniak aber als Urin und hat keine Lust, auf ein dreckiges Katzenklo zu gehen. Sie zieht es also vor, auf den Teppich zu pinkeln. „Bestrafen“, weiß die Expertin, „hat gar keinen Sinn.“ Das würde nur dazu führen, dass die Katze noch deutlichere Marken setze, „nach dem Motto: Mensch, hör mir doch endlich zu“.
Die taz schreibt, redet und diskutiert für Pluralismus und eine freie, offene Gesellschaft – besonders jetzt, wo der Rechtsextremismus weiter erstarkt und demokratische Institutionen angreift. Dort wo rechtsextreme Kräfte an Zustimmung gewinnen, wächst auch die Befürchtung vor zunehmenden Angriffen und Diffamierungen gegen Gegner*innen extrem rechter Politik. Besonders selbstverwaltete Orte spüren diesen Druck, dabei brauchen wir gerade jetzt Orte der Kritik, (Sub)Kultur und der Solidarität. Gerade jetzt müssen wir zusammenhalten und uns solidarisch mit denjenigen zeigen, die sich vor Ort für eine starke Zivilgesellschaft einsetzen. Die taz kooperiert deshalb mit „Alles beginnt im Zentrum". Die Kampagne unterstützt bundesweit linke, selbstverwaltete Orte und baut einen solidarischen Fonds für deren Schutz und Erhalt auf. Eine offene Gesellschaft braucht guten, frei zugänglichen Journalismus – und zivilgesellschaftliches Engagement. Finden Sie auch? Dann machen Sie mit und unterstützen Sie unsere Aktion. Jetzt unterstützen