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Kassenpflege im Hause Windsor?

London (taz) – Gar nicht hoffähig sind die horriblen Schlagzeilen, die sich derzeit um Britanniens Prinzessin Anne ranken: Ein gemeinnütziger Wohltätigkeitsverein, den die Königstochter vor drei Jahren im schottischen Glasgow gegründet hat, ist in den Verdacht der Veruntreuung von Geldern geraten. Aufgeweckt durch Berichte der Tageszeitung Independent, leitete das schottische Wohlfahrtsbüro „Scottish Charity Office“ (SCO) jetzt eine Untersuchung gegen den Verein ein. Das Blatt hatte aufgedeckt, daß der „Trust for Carers“, mit dem die Prinzessin Pflegeprojekte fördern will, seit seiner Gründung 1990 zwar 1,5 Millionen Pfund ausgegeben hat, doch nur ein gutes Sechstel der Summe tatsächlich Pflegebedürftigen zugekommen ist. Den Rest, so beteuern die Vereinsvorsitzenden, habe die Verwaltung verschlungen. Ob dem auch wirklich so ist, will das SCO jetzt nachgehen. Währenddessen munkelt so mancheR, ob hinter dem königlichen Wohltätigkeitsverein nicht vielleicht doch ein Projekt in eigener Sache steht – Kassenpflege im fiskusgebeutelten Hause Windsor? Antje Passenheim

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