■ Kasernen-Umbenennung: Namen von NS-Größen sollen verschwinden
Bonn(AFP) – Mehrere SPD- Abgeordnete haben die Umbenennung von zwei Bundeswehr- kasernen in Bayern gefordert, die die Namen ehemaliger Wehrmacht-Generäle tragen.
Die Sozialdemokraten beantragten im Bundestag, der General-Dietl-Kaserne in Füssen und der General-Kübler-Kaserne in Mittenwald „unverzüglich“ einen anderen Namen zu geben, wie die Bundestags-Pressestelle gestern in Bonn mitteilte. Dietl und Kübler seien führende Militärrepräsentanten des NS-Terrorregimes gewesen, begründeten die Abgeordneten ihren Vorstoß. Das Parlament müsse gerade im 50. Jahr der Befreiung Deutschlands vom Nationalsozialismus „jegliche Zweifel über Tradition, Zielsetzung und Wertvorstellung der Bundeswehr“ beseitigen.
Verteidigungsminister Volker Rühe (CDU) hatte eingeräumt, einige Bundeswehrkasernen seien noch nach Personen benannt, die für die Soldaten heute keine Vorbildfunktion hätten.
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