■ Am Rande: Kartellwächter: Spitze Finger für Bertelkirch
Berlin (taz) – Das Bundeskartellamt sieht den Digitalfernsehpakt der Konzerne Bertelsmann und Kirch mit der Telekom auch nach Gesprächen mit Konzernvertretern sehr kritisch. Bundeskartellamtspräsident Dieter Wolf sprach von „zahlreichen wettbewerbsrechtlichen Bedenken“. Der Süddeutschen Zeitung sagte Wolf, man sei von den Konzernen nur vage informiert worden. Das Argument, es gebe in Deutschland nur Platz für einen Digitalanbieter, fasse man „mit äußerst spitzen Fingern an“. Das sagten viele, die ein Monopol wollten. Wolf kündigte an, die Auswirkungen der Digitalzusammenarbeit auf den herkömmlichen TV-Markt zu prüfen. Sowohl die EU-Wettbewerbsbehörde wie das Bundeskartellamt werden sich Wolf zufolge mit dem Pakt beschäftigen. Unterdessen dementierte Kirchs Sportsender DSF, der wahrscheinlich Teil des Bertelkirch-Pakets ist, daß er ganz ins Bezahlfernsehen verschwindet.
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