: Kapielski kuckt Kabel
■ Folge 1: Liebe taz-Leser!
Die Medienfront rutscht uns unablässig vorne weg, so daß wir nur schwerlich in die ja so wichtigen Kämpfe dort vorne uns verwickeln lassen können. Wir also hinterher. Und genau aus diesem Grunde ist Thomas Kapielski freiwillig für uns „am Kabel jejangen“. Wir müssen doch mal wissen, was da überhaupt los ist. Wir trauen uns ja größtenteils noch nich mal in ein Video-Geschäft rein; wissen nicht, wie wir uns verhalten sollen. Da sind die Intellektuellen links längst nicht mehr Avantgarde. Beim Fotoapparat und bei der Filmkamera waren sies noch. Den Fernsehapparat führte der Neureiche ein, der alles im Hause haben wollte, Hausbar, Kamin, Hauskino, Hauspuff in Form bungalowscher Schlafzimmereinrichtungen. Video und Kabelfernsehen, da ist das Proletariat wieder Avantgarde! Auch in theoretischer Hinsicht: „Warum Video?“ - „Weil ick nur uff Vieo allet sehn kann wat vaboten is: Gruseln und Ficken - wann ich will!“ „Und warum Kabelanschluß?“ - Je nun, unser Kapieslki kuckt seit Monaten und antwortet: „So einfach wie ihr euch det vorstellt... wir müssen vorsichtig 4 Folgen anberaumen: Anfänger 1 und 2, Fortgeschrittene 1 und 2.“
Kabelfernsehen für Anfänger 1
Wir stöpseln das Antennenkabel von unserem Fernseher in den Kabelanschluß und knipsen an. Wenn jetzt ein Bild kommt, stimmt was nicht. Denn beim Kabelanschluß muß man alles neu einstellen. Davon beim nächsten mal mehr.
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