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Kabelsalat

Hamburg (epd) — Der Kabelkanal darf auf Reklamekarten nicht mehr mit dem Spruch werben: “Im Kabel gibt's fast alles — besonders die Privaten.“ Das Landgericht Hamburg erließ auf Antrag des Konkurrenzsenders RTLplus jetzt eine entsprechende einstweilige Verfügung. Bei Zuwiderhandlung werden 500.000 Mark Ordnungsgeld angedroht. RTLplus sieht in der Eigenwerbung des Kabelkanals vor allem deshalb einen Fall von „unlauterem Wettbewerb“, weil unter dem zitierten Slogan die Markenzeichen von nur vier Privatsendern abgebildet waren: der Kabelkanal, Pro7, Sat1 und Sportkanal. RTLplus macht dem Kabelkanal zum Vorwurf, damit den Eindruck zu erwecken, „als gäbe es keine anderen ,Privaten‘ auf dem Fernsehmarkt“ als die aufgezählten vier Sender, die alle zum Einflußbereich der Münchner Kirch-Gruppe gehören.

RTLplus wies die Richter darauf hin, die unzulässige Kabelkanal-Werbung sei bundesweit in Zeitschriften und Kiosken verbreitet worden. Kabelkanal-Geschäftsführer Karlheinz Jungbeck bestritt dies auf epd-Anfrage. Die strittige Karte habe rund 20 Millionen Telefonrechnungen beigelegen. RTLplus sei vorher ein Angebot zur Beteiligung gemacht worden, das der Kölner Konkurrenzsender aber nicht wahrgenommen habe.

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