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KZ-Gedenkstätte geschändet

■ ... und Straßenschlachten in Greifswald

Ganz Deutschland (dpa) – Unbekannte Neonazis haben in der Nacht zum Samstag eine KZ-Gedenkstätte in der Nähe von Überlingen am Bodensee geschändet. Auf dem Friedhof für die Opfer des Konzentrationslagers Dachau wurden rund 50 Grabkreuze offenbar mit einem Vorschlaghammer abgeschlagen. Außerdem sprühten die Täter mit weißer Farbe Hakenkreuze auf das Gelände. Der Anschlag auf diese KZ-Gedenkstätte ist bereits der dritte dieser Art innerhalb der letzten vier Wochen.

Die vorpommersche Stadt Greifswald war in der Nacht zum Sonntag erneut Schauplatz von Krawallen. Bis zu dreißig vermummte und bewaffnete Jugendliche überfielen gegen 1.00 Uhr einen Jugendklub in der Nähe von Studentenwohnheimen der Greifswalder Universität. Als die Polizei anrückte, griffen die Jugendlichen ein Einsatzfahrzeug mit Baseballschlägern, Steinen und Gasdruckpistolen an. Fünf rechtsradikale Jugendliche sind in der Nacht zu Sonntag von der Polizei in Apolda (Thüringen) vorläufig festgenommen worden. Die Jugendlichen hatten vor dem Asylbewerberheim der Kreisstadt ausländerfeindliche und nationalsozialistische Parolen gerufen. Vorausgegangen war die Belagerung eines Apoldaer Jugendklubs durch 30 bis 50 Jugendliche aus der rechten Szene.

Budapest (dpa) – Mit „Sieg Heil“-Rufen haben Neonazis und Skinheads eine Ansprache des ungarischen Staatspräsidenten Arpad Göncz zum Jahrestag des Volksaufstandes von 1956 verhindert. Göncz war am Freitag, dem ungarischen Nationalfeiertag, bei einer Veranstaltung vor dem ungarischen Parlament von einer Gruppe von Demonstranten mit den Rufen „Sieg Heil“ und „Jude“ niedergeschrien worden.

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