■ KUWAIT: Zweites Todesurteil durch Sondergericht
Kuwait-Stadt (afp) — Das kuwaitische Sondergericht, das mutmaßliche Kollaborateure während der irakischen Besatzungszeit aburteilt, hat am Donnerstag gegen die Libanesin Fatima Tafla die zweite Todesstrafe verhängt. Fatima Tafla wurde vorgeworfen, irakische Soldaten über die Widerstandsaktivität ihres Mannes informiert zu haben, der anschließend von den Irakern getötet wurde. Am vergangenen Samstag war der staatenlose Manki Alshamari zum Tode verurteilt worden, da er sich der irakischen Armee angeschlossen hatte. Die Menschenrechtsorganisation amnesty international (ai) hatte die Prozesse in Kuwait bereits am Dienstag als Verletzung grundlegender internationaler juristischer Normen angeprangert. Nach Erkenntnissen von ai wurden Angeklagten unter Folter Geständnisse abgepreßt.
Gemeinsam für freie Presse
Die taz gehört zu 100 Prozent ihren Leser:innen und ist damit nicht nur konzernfrei, sondern auch kostenfrei zugänglich. Alle Artikel stellen wir frei zur Verfügung, ohne Paywall. Gerade in diesen Zeiten müssen Einordnungen und Informationen allen zugänglich sein. Unsere Leser:innen müssen nichts bezahlen, wissen aber, dass kritischer, unabhängiger Journalismus nicht aus dem Nichts entsteht. Dafür sind wir sehr dankbar. Damit wir auch morgen noch unseren Journalismus machen können, brauchen wir mehr Unterstützung für taz zahl ich. Dank Ihnen haben wir nun die 50.000 erreicht. So viele unterstützen freiwillig und regelmäßig. Noch nicht dabei? Werden Sie jetzt Teil der Community! Jetzt unterstützen