■ KOHL BIETET DER SPD GESPRÄCHE AN: Stühlerücken um den Runden Tisch
Bonn (taz) — Bundeskanzler Kohl und SPD- Parteichef Engholm haben gestern ihre Positionen für Gespräche zwischen Regierung und SPD-Opposition abgesteckt. Kohl bot den SPD- Ministerpräsidenten „sachbezogene Gespräche" über die Themen Asyl, die Kosten der deutschen Einheit und die Maastrichter Europaverträge nach den Osterferien an. Parteichef Engholm und Fraktionschef Klose stellten jedoch Bedingungen für die Gespräche mit der Regierungskoalition auf: Sie forderten einen Kassensturz und Gestaltungsmöglichkeiten der SPD bei der deutschen Einheit. Engholm verlangte auch, daß die Gespräche nicht wie von Kohl gefordert, mit den SPD- Ministerpräsidenten, sondern mit der Parteispitze geführt werden. In der Asylfrage ist eine Änderung des Grundgesetzes innnerhalb der SPD weiter umstritten. Fraktionschef Klose will das Grundgesetz ändern, um Flüchtlingskontingente zu ermöglichen. In einem taz-Interview sprach sich der frühere Partei-Vize Hans-Jochen Vogel erneut gegen eine Grundgesetzänderung aus. SEITEN 2, 3 UND 12
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