: Joschka der Medienwart
(Wiesbaden (dpa/taz) – Eine rot-grüne Bundesregierung müßte nach Ansicht des hessischen Umweltministers Joschka Fischer die deutschen Medien entflechten. Angesichts der Machtkonzentration seien insbesondere im Fernsehbereich staatliche Eingriffe nötig, sagte der Grüne. Das italienische Beispiel von Silvio Berlusconi „hat uns sehr hellhörig gemacht“. Der deutsche Medienunternehmer Leo Kirch werde vielleicht nicht selbst Berlusconis Beispiel folgen, „aber man kann einen Staatsschauspieler präsentieren, ihn aufbauen und vorschieben, der die Interessen des Medienmoguls vertritt“. Experten seien gefragt, damit es nicht zu „faktischen Kartellen über Söhne, Schwippschwager oder Schwiegertöchter kommt“, so Fischer.
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