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Jetzt noch schneller zum Mars

Alberquerque (ap) — In der Weltraumfahrt bahnt sich eine neue Phase an: Russische und US-Wissenschaftler haben nukleargetriebene Raketen entwickelt, die das Tempo von Raumfähren erheblich steigern können.

Offenbar haben die Russen dabei die Nase vorn. Nach Angaben des Vize- Direktors des Instituts für Atomenergie in Moskau, Nikolai Ponomarew- Stepnoi, könnte mit Hilfe der Raketen die Reise zum Mars und zurück in einem Jahr geschafft werden. Bisher dauerte schon die Hinreise zweieinhalb Jahre. Man sei zu einer Zusammenarbeit mit den USA bereit, sagte der Forscher vor Beginn einer Konferenz gestern in Alberquerque in Neu-Mexiko. Die US-Luftwaffe hat ebenfalls eine atomgetriebene Rakete entwickelt, die die Reise zum Mars um ein Drittel verkürzen könnte. Beide Seiten wollen ihre Forschungsergebnisse in Alberquerque vorstellen. Die Russen haben hochgradig hitzebeständige Metall- Legierungen für die Verwendung in der neuen Rakete entwickelt. Der in den Atomreaktor des Triebwerkes gepumpte Wasserstoff werde, so Ponomarew-Stepnoi, auf extreme Temperaturen angeheizt und in Gas verwandelt, das durch die Raketendüsen austritt und ihr enormen Vorwärtsschub verleiht. Die russische Entwicklung ist die erste, die Atomenergie für Triebwerke verwendet.

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