Jetzt bewerben : Nachwuchsworkshop zur Stärkung des Lokaljournalismus
Ergänzend zum diesjährigen taz panterpreis will die taz panterstiftung junge Medienschaffende dabei unterstützen, neue konstruktive Formate im Lokaljournalismus zu entwickeln und zu erproben.
taz panterstiftung | Unsere Demokratie steht unter Druck: Populismus, Polykrisen und wachsender Politikverdruss prägen vielerorts die öffentliche Debatte. Besonders im Lokalen werden große gesellschaftliche Probleme unmittelbar spürbar – und verlangen nach unabhängiger, kritischer und verständlicher Berichterstattung.
Gerade lokal genießen Journalist:innen und Fotograf:innen großes Vertrauen. Studien wie der Reuters Institute Digital News Report 2025 zeigen, dass Lokal- und Regionalmedien zu den vertrauenswürdigsten Nachrichtenquellen gehören. Gleichzeitig stehen sie unter starkem wirtschaftlichem und strukturellem Druck: sinkende Erlöse, wachsende Plattformkonkurrenz und zunehmende Nachrichtenvermeidung erschweren die Arbeit.
Ergänzend zum gleichnamigen Thema des diesjährigen taz panterpreises will die taz panterstiftung junge Medienschaffenden dabei unterstützen, neue konstruktive Formate im Lokaljournalismus zu entwickeln und zu erproben. Mit dem hybriden Workshop „Unabhängig, kritisch, resilient – Medien von unten für alle“ möchte die taz panterstiftung junge Journalist:innen und Fotograf:innen dabei unterstützen, neue konstruktive Formate im Lokaljournalismus zu entwickeln und zu erproben.
Wer kann sich bewerben?
Gesucht werden junge Medienschaffenden bis 32 Jahre, die eine Idee für ein neues journalistisches Format im Lokalen entwickeln und umsetzen möchten – idealerweise in kleinen Teams und möglichst mit Unterstützung eines lokalen Mediums. Wir freuen uns aber auch über einzelne Bewerbungen von freien Journalist:innen.
Die ausgewählten Projekte erhalten:
● individuelle Workshops und Beratung
● Unterstützung bei der Umsetzung
● ein Mikro-Budget für ihr Projekt (Ihr könnt uns bei der Bewerbung auch direkt eure Finanzierungsvorstellung mitteilen)
● Austausch mit Expert:innen aus Medien und Praxis
Das Projekt wird gemeinsam mit mehreren Kooperationspartnern umgesetzt, die ihre Erfahrungen und Perspektiven in den Entwicklungsprozess einbringen.
Was wir suchen
Bewerber:innen reichen eine kurze, formlose Ideenskizze in zwei Teilen ein:
Recherche: Stellen Sie ein konkretes lokales Problem vor, etwa fehlende Kitaplätze, mangelhafte ÖPNV-Anbindung, zunehmende Vereinsamung älterer Menschen oder andere Missstände, die Bürger:innen vor Ort betreffen.
Dialog: Skizzieren Sie ein Konzept für moderierte Community-Veranstaltungen oder Medienformate, bei denen Bürger:innen, Expert:innen und lokale Akteur:innen zusammenkommen, um gemeinsam mögliche Lösungsansätze zu diskutieren.
Ablauf des Projekts
Nach Bewerbungsschluss wählt die taz panterstiftung bis zu fünf Ideen aus. Gemeinsam mit den Medienpartnern bereitet das Projektteam die Teilnehmenden in Workshops auf die Umsetzung vor.
Das Projekt findet überwiegend online statt, ergänzt durch mehrere Präsenztreffen:
● Kick-off beim taz lab in Berlin am 25. April
● Treffen Ende Juni
● Teilnahme am b° future Festival in Bonn Anfang Oktober
● Teilnahme an der Hamburger Woche der Pressefreiheit in der zweiten Oktoberhälfte
Die entwickelten Formate werden im Laufe des Jahres umgesetzt und anschließend ausgewertet. Die Ergebnisse und Erfahrungen werden dokumentiert und veröffentlicht.
Bewerbung
Bewerbungen sind bis zum 8. April möglich.
Bitte senden Sie Ihre Ideenskizze per E-Mail an: stiftung@taz.de
Kontakt
Bei Fragen zum Projekt wenden Sie sich gern an das Team der taz Panter Stiftung.