Nachwuchsworkshop im Lokaljournalismus : Junge Medienjournalist:innen schaffen neue konstruktive Formate
Ergänzend zum diesjährigen taz panterpreis unterstützt die taz panterstiftung junge Medienschaffende dabei, neue konstruktive Formate im Lokaljournalismus zu entwickeln und zu erproben.
Foto: taz panterstiftung
taz panterstiftung | Mit einer Ausschreibung im Frühjahr wurden junge Medienschaffende bis 32 Jahre gesucht, die eine Idee für ein neues journalistisches Format im Lokalen entwickeln und umsetzen möchten – idealerweise in kleinen Teams und möglichst mit Unterstützung eines lokalen Mediums. Die taz panterstiftung hat rund 30 Vorschläge von Einzelpersonen und Teams ausgewählt, die seit April in einem hybriden Format zusammenarbeiten.
Die ausgewählten Projekte erhalten:
● individuelle Workshops und Beratung
● Unterstützung bei der Umsetzung
● ein Mikro-Budget für ihr Projekt (Ihr könnt uns bei der Bewerbung auch direkt eure Finanzierungsvorstellung mitteilen)
● Austausch mit Expert:innen aus Medien und Praxis
Das Projekt wird gemeinsam mit mehreren Kooperationspartnern umgesetzt, die ihre Erfahrungen und Perspektiven in den Entwicklungsprozess einbringen.
Die Beweber:innen haben ein konkretes lokales Problem vorgestellt, etwa fehlende Kitaplätze, mangelhafte ÖPNV-Anbindung, zunehmende Vereinsamung älterer Menschen oder andere Missstände, die Bürger:innen vor Ort betreffen.
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Danach haben sie ein Konzept für moderierte Community-Veranstaltungen oder Medienformate skizziert, bei denen Bürger:innen, Expert:innen und lokale Akteur:innen zusammenkommen, um gemeinsam mögliche Lösungsansätze zu diskutieren.
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Im April geht es los – bis Oktober!
Nach Bewerbungsschluss hat die taz panterstiftung sechs Ideen ausgewählt. Gemeinsam mit den Medienpartnern bereitet das Projektteam die Teilnehmenden in Workshops auf die Umsetzung vor.
Das Projekt findet überwiegend online statt, ergänzt durch mehrere Präsenztreffen, bei denen Sie teilweise als Leser:innen, taz panterstiftung-Unterstützer:innen und Genoss:innen auch dabei sein dürfen:
● Kick-off beim taz lab in Berlin am 25. April (geschlossene Veranstaltung).
● Treffen Anfang Juli für einen Akademie-Tag in Kooperation mit den Kieler Nachrichten (geschlossene Veranstaltung).
● Teilnahme am Überlandfestival in Görlitz (4-6. September). Das Projekt ist mit einem eigenen Panel vertreten (öffentliche Veranstaltung, wir freuen uns über Ihre Teilnahme). Weitere Informationen finden Sie auf der offiziellen Webseite des Festivals.
● Teilnahme an der Genossenschaftsversammlung der taz in Berlin (19. September). Das Projekt ist mit einem eigenen Panel am 19. September um 17 Uhr im Festsaal Kreuzberg vertreten (öffentliche Veranstaltung, wir freuen uns über Ihre Teilnahme. Anmeldung ist über die Genossenschaft erforderlich). Weitere Informationen finden Sie hier.
● Teilnahme am b° future Festival in Bonn Anfang Oktober (2. - 3. Oktober). Das Projekt ist mit einem eigenen interaktiven Workshop mit dem Publikum am 2. Oktober 11 - 13 Uhr am Münsterplatz (Grünes Zelt) vertreten (öffentliche Veranstaltung, wir freuen uns über Ihre Teilnahme. Anmeldung ist über die Festival-Webseite erforderlich). Weitere Informationen finden Sie auf der offiziellen Webseite.
● Teilnahme an der Hamburger Woche der Pressefreiheit. Das Projekt ist mit einem eigenen interaktiven Workshop mit dem Publikum am 14. Oktober von 15 bis 17 Uhr im Museum der Arbeit (Hamburg) vertreten (öffentliche Veranstaltung, wir freuen uns über Ihre Teilnahme). Weitere Informationen finden Sie auf der offiziellen Webseite der Hamburger Woche der Pressefreiheit.
● Teilnahme an der correctiv Lokalkonferenz in Magdeburg 16-18. Oktober (geschlossene Veranstaltung).
Die entwickelten Formate werden im Laufe des Jahres umgesetzt und anschließend ausgewertet. Die Ergebnisse und Erfahrungen werden dokumentiert und veröffentlicht - sowohl in lokalen Medien, als auch auf dem Instagram-Kanal der taz panterstiftung.
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Demokratie steht unter Druck - vor allem im Lokalbereich
Populismus, Polykrisen und wachsender Politikverdruss prägen vielerorts die öffentliche Debatte. Besonders im Lokalen werden große gesellschaftliche Probleme unmittelbar spürbar – und verlangen nach unabhängiger, kritischer und verständlicher Berichterstattung.
Gerade lokal genießen Journalist:innen und Fotograf:innen großes Vertrauen. Studien wie der Reuters Institute Digital News Report 2025 zeigen, dass Lokal- und Regionalmedien zu den vertrauenswürdigsten Nachrichtenquellen gehören. Gleichzeitig stehen sie unter starkem wirtschaftlichem und strukturellem Druck: sinkende Erlöse, wachsende Plattformkonkurrenz und zunehmende Nachrichtenvermeidung erschweren die Arbeit.
Ergänzend zum gleichnamigen Thema des diesjährigen taz panterpreises unterstützt die taz panterstiftung junge Medienschaffenden dabei, neue konstruktive Formate im Lokaljournalismus zu entwickeln und zu erproben. Mit dem hybriden Workshop „Unabhängig, kritisch, resilient – Medien von unten für alle“ möchte die taz panterstiftung junge Journalist:innen und Fotograf:innen dabei unterstützen, neue konstruktive Formate im Lokaljournalismus zu entwickeln und zu erproben.